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Sagen aus Graubünden: Den Sommer verbrachte Clo bei seinen Grosseltern in Bergün. Mit der Rhätischen Bahn fuhr er jeweils Richtung Chur. Und wenn er Schloss Haldenstein passierte, ging ihm jene Geschichte durch den Kopf, an die er immer denken musste, wenn die Grossmutter einen alten Schuh aus der Suppe zog. Ja, früher waren die Alpen bevölkert von Fängginnen und Dialen. Nachts feierten die Nachtvölker, tags kästen die Sennen. Halbierte Hasen hoppelten durch die Gegend, verletzte Jäger lagen im Graben. Und wundern musste sich niemand, der morgens einen Katzenschwanz im Anzug fand. Sagen erzählen vom Jenseits, der Schattenwelt, der Bosheit der Menschen, der Naturgewalt und der Phantasie. In eindrücklichen Bildern führen sie den Menschen das vor Augen, was sie seit jeher beschäftigt und bedroht. Zwischen schroffen, hohen Felswänden donnert und kracht es unaufhörlich. Am Tag aber nimmt man nichts wahr als Schutt und Gestein.
«Nachtvolk und süsser Käs» ist ein Fest des Erzählens, ein Abend der Volkspoesie. Mit sparsamen Mitteln berichtet Clo Bisaz von Dingen, die wahr oder möglich sein könnten. Geschichten, die der Grossvater selber erlebt hat oder von denen er jeweils behauptete, jemanden zu kennen, der solches erlebt hätte.

"Ein Fest des Erzählens, ein Abend der schauderhaft schönen Bündner Volkspoesie." (Mittelland Zeitung; 9.4.2002)

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Erzähler
Clo Bisaz
Musiker
Christian Hänni
Regie
Gunhild Hamer
Produktion
Clo Bisaz / Theater
Tuchlaube Aarau